Taunusstein

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Tokyo – Taunusstein

Tokyo – Taunusstein

Forschungsgruppe eingerichtet, um Gewässer besser vor Hygieneartikeln zu schützen – mit HydroSpin

Seit Juni 2010 ist die Firma Steinhardt GmbH Wassertechnik, Taunusstein, Inhaber der Lizenz eines japanischen Konsortiums zum Vertrieb und Bau von Anlagen des Systems HydroSpin im europäischen Raum. Dabei handelt es sich um eine fremdenergiefreie Methode, Schwimm- und grobe Schwebstoffe an Mischwasserentlastungen im Kanalnetz zu halten und die Gewässer zu schützen. Dies wird alleine durch die innovative Gestaltung des Strömumgsraumes erreicht, so dass durch einen sich selbst bildenden Wirbel solche Stoffe im Kanalnetz zurück gehalten werden, und zwar wenn die Notentlastung des Kanalnetzes zum Beispiel bei Starkregenereignissen anspringt. Teure Rechenwerke werden dadurch entbehrlich. Nicht funktionierende Tauchwände können kostengünstig ertüchtigt werden. Diese Technik, die in Japan entwickelt und weltweit patentiert wurde, ist in Japan bereits ca. 1600 mal im Einsatz. Auch in Europa sind durch die Firma Steinhardt GmbH Wassertechnik inzwischen etliche Anlagen erfolgreich installiert und in Betrieb.

Um die Akzeptanz des HydroSpin Systems im europäischen Raum zu erhöhen und die vielen Einsparpotentiale aufzuzeigen, haben die Mitglieder des japanischen Konsortiums und die Firma Steinhardt GmbH Wassertechnik verbindlich vereinbart, gemeinsam eine – noch zu bestimmende – Universität mit weiteren Forschungsarbeiten zum HydroSpin zu beauftragen. Gemeinsam werden auch Weiterentwicklungen betrieben. Neben Zeichnungen zum Bauwerk werden weitere Dokumentationen zum Wirkungsgrad des HydroSpin erstellt.

Am 7. Mai 2014 trafen sich die Vertreter der beteiligten Firmen, des Bureau of Sewerage of Tokyo Metropolitan Government (TMG), der Tokyo Metropolitan Sewerage Service Corporation (TGS), der Firma Nippon Koei Co. Ltd und der Firma Steinhardt GmbH Wassertechnik auf der IFAT in München am Stand des Landes Hessen, um den Letter of intent (verbindliche Absichtserklärung) im feierlichen Rahmen zu unterzeichnen.

Forschungsgruppe eingerichtet um mit HydroSpin Gewaesser besser vor Hygieneartikeln zu schuetzen

von links die Unterzeichner: Haruyoshi Takura für Nippon Koei, Kenichi Ogawa für Tokyo Metropolitan Sewerage Service Corporation, Masayuki Matsuura für Tokyo Metropolitan Government, Joerg Steinhardt für Steinhardt GmbH

Damit hat die Zusammenarbeit der Firma Steinhardt GmbH Wassertechnik mit dem „Team Japan“ eine neue Qualitätsstufe erreicht. Sie ist nunmehr nicht nur Partner bei der Herstellung und Vermarktung, wozu sie sich auf Grund der durch lange Zusammenarbeit gewachsenen guten Beziehungen zu Kommunen und Ingenieurbüros bestens geeignet hat, sondern beteiligt sich auch an der Schaffung weiterer wissenschaftlichen Grundlagen und der Weiterentwicklung dieses innovativen Rückhaltesystems für Schwimm- und grobe Schwebstoffe an Überläufen in Kanalsystemen.

Die Beteiligten sind sich sicher, dass ein Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung, ein besseres Verständnis der hydrodynamischen Vorgänge im Wirbelraum, der strömungstechnischen Zusammenhänge und der Leistungssteigerung von HydroSpin, der jetzt schon im Schnitt über 70% liegt, bringen wird. Auch werden neue Einsatzmöglichkeiten steigen.

Besonders wichtig ist und war dabei allen Beteiligten, dass diese Methode vollkommen ohne Fremdenergie auskommt. HydroSpin nutzt die bereits vorhandene Energie des fließenden Wassers, ist weitgehend wartungsfrei und kommt ohne bewegliche Teile aus. Damit ist das System HydroSpin auch bestens für den Einsatz an schwer zugänglichen Stellen oder in wenig technisierten Regionen möglich und sinnvoll.

Artikel bei „Hessen Trade & Invest“ (klick)