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Regenwasserbehandlung auf kleinem Raum

Regenwasserbehandlung auf kleinem Raum

Kosteneinsparung durch effektive Lösung

Aufgrund angespannter Haushaltslagen bei Gemeinden, Städten, Kantonen und dem Bund sind kostengünstige Abwasserbehandlungsanlagen gefragt. Becken werden durch Einlaufoptimierung in der Sedimentation verbessert und unter Hilfenahme von aktivierbarem Kanalvolumen verkleinert.

Durch «Entsiegelung» und Versickerung von unbelastetem Oberflächenwasser lassen sich Abwasserbehandlungs-Becken nochmals verkleinern. Becken in Misch- und Trennsystemen
können durch Einbauten ihre Absetzleistung noch wesentlich erhöhen. Dadurch werden die Bauwerksabmessungen wesentlich kleiner. Kosten werden eingespart.

Zielgerichtete Behandlung

Wissenschaftliche Untersuchungen von Chebbo 1995 zeigen, dass die grössten Verschmutzungen von Oberflächenwässern (Parkplatzfläche, stark befahrene Strassen, Industrieflächen) am Anfang eines Regenereignisses und bei kleinen Regen entstehen. Mit der Behandlung dieses Teilstromes wird der größte Schmutzanteil behandelt. Je nach ökologischen und ökonomischen Erfordernissen wird die zu behandelnde Wassermenge vergrößert oder verkleinert.

Die Lösung

Der «HydroM.E.S.I.» ist ein Partikelabscheider, der die Behandlung von großen Wasserdurchflüssen im Hauptschluss sicher und zuverlässig bewerkstelligt. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und seiner geringen Höhenverluste kann er nachträglich im Kanalnetz eingebaut werden. Er hat keine hydraulische Rückhaltefunktion. Falls erforderlich, kann der Zufluss aus dem Kanal mittels eines HydroSlide Drosselorgans (Abflussregler) «vergleichmässigt» werden.

Funktionsweise

Das zu behandelnde Wasser durchströmt den Sand- und Geröllfang, der gleichzeitig als Spülsumpf dient, gelangt dann in die Abscheidekammer, durchströmt die Lamellen von unten nach oben, Schwimm- und Leichtstoffe sammeln sich an der Oberfläche beziehungsweise an der Tauchwand und fließt dann zum Auslauf.

Die Vorteile präsentieren sich wie folgt:

• kleines kompaktes Bauwerk,

• geringste Höhenverluste,

• nachträglich im Kanalnetz integrierbar, bestehende Bauwerke sind nutzbar,

• geringe Investitionskosten,

• geringe Betriebskosten,

• variable Auslegung auf ökologisch oder ökonomisch sinnvolle Grenzwerte.

Hintergründe

Der Partikelabscheider ist derart konzipiert, dass sich die Lamellenstruktur automatisch und ohne Fremdenergie in einem gewünschten Winkel entsprechend dem Füllstand des Abscheiders neigt. Der Abstand der Lamellen kann ebenfalls flexibel verändert werden. Bei der Entleerung des Abscheiders fallen die Lamellen in eine senkrechte Position und der auf ihnen zurückgehaltene Schlamm gleitet nach unten auf die Beckensohle. Die integrierte Schwallspülung spült die abgelagerten Stoffe in den Sand- und Geröllfang, welcher danach mit Hilfe einer Pumpe entleert wird.

Umfangreiche Messungen im Zu- und Ablauf des HydroM.E.S.I. haben ergeben, dass im Mittel 80% der Schwebstoffe sowie des CSB-Gehaltes durch den Lamellenabscheider separiert werden.

Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB), ist ein dem DOC (Chemical Oxygen Demand) verwandter Summenparameter, dessen Bedeutung im angewandten Bereich der Abwasserbehandlung liegt. Der CSB ist ein Mass für die Summe aller organischen Verbindungen im Wasser, einschliesslich der schwer abbaubaren. Der CSB-Wert kennzeichnet die Menge an Sauerstoff, welche zur Oxidation der gesamten im Wasser enthaltenen organischen Stoffe verbraucht wird.

Hydromesi Partikelabscheider

Der Partikelabscheider «HydroM.E.S.I.» bewerkstelligt die Behandlung von grossen Regenwasser- Durchflüssen im Hauptschluss. (Bilder: Sistag)

Partikelabscheider in Aktion

Blick in einen Partikelabscheider bei niedrigem Wasserstand. Dank kompakter Bauweise kann er auch nachträglich in einem Kanalnetz eingebaut werden.

Dieser in der Fachzeitschrift Spektrum GebäudeTechnik – SGT 3 / 2011 veröffentlichte Artikel wurde vom Verfasser (SISTAG AG) freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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